Sabine Asgodom ist Management-Trainerin, Spezialgebiet Selbstvermarktung. „Ich möchte, dass die Menschen aus meinen Vorträgen und Seminaren Empowerment mitnehmen. Sie sollen nicht nur die links im Hirn erkannte Einsicht, sondern die in der ganzen Seele gefühlte Gewissheit mitnehmen: „Ich bin gut, ich kann das und es ist richtig, dass ich für mich und meine Interessen einstehe.“ Sabine Asgodom, CSP, ist eine der bekanntesten Vortrags-Rednerinnen und Management-Trainer im deutschsprachigen Raum. 2009 wurde sie als erster Keynote-Speaker in Europa außerhalb Großbritanniens vom internationalen Rednerverband GFS als „Certified Speaking Professional“ zertifiziert. 1999 gründete die erfolgreiche Journalistin ihr eigenes Unternehmen „Asgodom live. Training.Coaching.Potenzialentwicklung“ in München. Sie arbeitet als Trainerin für Unternehmen, Verbände und Seminaranbieter, coacht Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Showbiz und tritt als Toprednerin auf Kongressen und Veranstaltungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf.

Schon mit 13 Jahren hatte die gebürtige Niedersächsin ihr erstes Gedicht in der Heimatzeitung veröffentlicht. „Von da an wusste ich: Ich möchte meinen Namen in der Zeitung lesen“. Das ist der heutigen BestsellerAutorin wahrhaft gelungen. Nach einer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München – für die sie von Niedersachsen nach Bayern umzog, wo sie bis heute lebt – folgten sechs Jahren bei der Tageszeitung „TZ“, mehrere Jahre bei der Zeitschrift „Eltern“ sowie der „Cosmopolitan“ und bisher insgesamt 22 Bücher. Jede ihrer beruflichen Stationen ist zugleich auch ein Spiegel des privaten Fühlen, Denkens und Handelns von Sabine Asgodom. In den Jahren bei der Tageszeitung ist sie kämpferisch für andere, gewerkschaftlich engagiert und Betriebsrätin. 1980 heiratet sie Teferi Asgodom aus Eritrea.

Sie engagiert sich in der SPD, behauptet keck die erste Bundeskanzlerin Deutschlands werden zu wollen, doch im tiefsten Inneren plagen sie noch zu viele Selbstzweifel, um für sich selbst Forderungen zu stellen. Das erste Buch, das sie in dieser Zeit als Herausgeberin veröffentlicht, „Halts Maul – sonst kommst nach Dachau“ (1983), enthielt Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen des Arbeiterwiderstands gegen die Nazis. Mit 27 und 29 Jahren bekommt Sabine Asgodom ihre beiden Kinder und kämpft als Haupternährerin der jungen Familie mit der Arbeitslosigkeit. (Mit dem Mut, den sie sich selbst nicht zutraute, hatte die Berufseinsteigerin den Job nach vielen politischen Richtungskämpfen in der Redaktion aufgegeben, ohne etwas anderes zu haben.) Eineinhalb Jahre arbeitet sie als Sekretärin im Münchner Rathaus.
Der Geschwisterstreit zwischen Tochter und Sohn nervt sie. Daraus entsteht ein Artikel über das Eifersuchtsverhalten unter Kindern, den sie an die Zeitschrift „Eltern“ schickt. Die Redaktion ist so begeistert, dass Sabine Asgodom gleich angeheuert wird. Fünf Jahre bleibt sie dem Magazin als Redakteurin treu.

„Die Zusammenarbeit mit den führenden deutschen Psychologen und Pädagogen sowie mit den Wissenschaftlerinnen des Deutschen Jugendinstituts war meine Trainer-Ausbildung, von der ich heute noch profitiere“, sagt Sabine Asgodom über diese Zeit. Die berufstätige Mutter schreibt in „Eltern“ vor allem über eben diese Doppelaufgabe. Es entsteht das erste Buch, das – wie ab dann alle ihre Bücher – die eigene Lebenserfahrung zum Thema macht: „Balancing – Beruf und Privatleben im Gleichgewicht“ (1992). Zeitgleich wechselt sie zur Frauenzeitschrift „Cosmopolitan“, wo sie als Leiterin des Ressorts „Karriere“ noch freimütiger für die Chancengleichheit von Frauen im Beruf kämpft und schreibt. Mit ihrem außergewöhnlichen Gespür für Trends prägt Sabine Asgodom Anfang der Neunziger Jahre den Begriff der Selbst-PR und macht ihn populär. Zu dem Thema schreibt sie 1996 ihren ersten Longseller: „Eigenlob stimmt!“ Dass die – besonders Frauen eigene – Scheu vor Eigenlob eine echte Karriere-Bremse sein kann, hatte Sabine Asgodom in den Jahren bei der „tz“ selbst erlebt: Sie war in der Boulevardzeitung kommissarisch für die Rathaus-Reportagen zuständig, als der Chefredakteur sie fragte, ob sie den Job übernehmen wolle. Sie antwortete ganz bescheiden: „Ich glaube, ich kann das nicht“. Der Chef antwortet jedoch nicht, wie erwartet, „doch, doch, das können Sie“, sondern stellte einen Mann ein. „Als Journalistin habe ich das geschrieben, was andere sagen. Anfang der Neunziger Jahre fing ich an, mit meinen eigenen Ansichten nach draußen zu gehen.“

Diese Haltung beschert der Autorin erste Trainingsaufträge und Einladungen Vorträge zu halten. „Eigenlob stimmt!“ ist zugleich also der Start für ihre Karriere als Keynote-Speaker: Die Kindheitssprüche „Gib nicht so an!“ oder „Sei bescheiden“ hat sie mit diesem Buch hinter sich gelassen. Sie verlor ihre Angst vor dem Publikum und genoss es, auf der Bühne zu stehen. „Mein Mittelname ist „die traut sich“, Sabine Dietrautsich Asgodom“, sagt sie heute von sich.

Als die Kinder 16 und 18 Jahre alt sind, wagt Sabine Asgodom den Sprung in die Selbstständigkeit. Sie gründet „Asgodom Live. Training.Coaching.Potenzialentwicklung“. Der nächste Buchtitel ist das perfekte Motto für ihren Start: „Erfolg ist sexy“ (1999). „Etwas anzufangen muss leicht sein. Ich fing einfach an, nutzte vorhandene Ressourcen, wartete nicht, bis etwas perfekt war“. Sie stürzt sich in die Arbeit an der eigenen Marke. Schon am 8.Mai 2000 hält sie ihren ersten Vortrag vor tausenden von Zuhörern in der Münchner Olympiahalle. „Du musst etwas tun, um es zu können. Du musst etwas riskieren, um etwas zu lernen“, ist die Erkenntnis, die sie seitdem zu vermitteln versucht. Ihr Wissen gibt Sabine Asgodom heute als Dozentin für Selbst-PR an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim weiter. Als Rednerin und Trainerin wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2002 erhielt sie den „Teaching Award in Gold“ des Zentrums für Unternehmensführung (ZfU) in der Schweiz. Die „Financial Times“ zählte sie 2004 als „Trainerin der Manager“ zu den 101 wichtigsten Frauen der deutschen Wirtschaft. 2007 wurde sie in der Kategorie „Moderation und Entertainment“ von Deutschlands Veranstaltungsplanern auf Platz eins gesetzt und mit dem „Conga Award“ geehrt, 2009 erlangte sie den 2. Platz in der Kategorie „Speakers und Moderatoren“ hinter Nina Ruge. Sie wirkt als Referentin in zahlreichen Vortragsreihen „Von den Besten profitieren“ (Süddeutsche Zeitung, Focus, Saarbrücker Zeitung, Standard, Freie Presse) mit. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören „Reden ist Gold“, „Greif nach den Sternen“ und „Die zwölf Schlüssel zur Gelassenheit“. Ihr Buch „Lebe wild und unersättlich“ (2007) verkaufte sich mehr als 70.000 Mal und hielt sich knapp sechs Monate auf der SPIEGEL Bestsellerliste. Ihre Titel wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr Buch „Das Glück der Pellkartoffeln – vom Luxus der Zufriedenheit“ (2009), das es im Winter 2009/2010 ebenfalls auf die SPIEGEL Bestsellerliste schaffte, hat sie zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Journalisten, Diplom-Psychologen und langjährigen Chefredakteur von „Psychologie heute“ Siegfried Brockert geschrieben.

Sharing ist für Sabine Asgodom ein Herzensanliegen. Die Powerfrau im besten Sinne des Wortes engagiert sich in verschiedenen Netzwerken. Sie ist Past President der German Speakers Association (GSA e.V.), der Vereinigung deutscher Spitzentrainer, wo sie in ihrer Amtszeit von 2007 bis 2009 den Frauenanteil unter den Mitgliedern mehr als verdoppelte. Sabine Asgodom ist außerdem Mitglied im Marketingclub München, im Journalistinnenbund, bei den Bücherfrauen, der Europäischen Akademie für Frauen (EAF), dem EWMD und dem Eritrea-Hilfswerk in Deutschland. Zudem ist sie Förderin von Lesefüchse e.V. in München.